René Reinert in Zolder ohne Rennglück

von / Dienstag, 18 September 2018 / Veröffentlicht inNews

Der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder vor 12.500 zahlenden Zuschauern – die Einwohner von Heusden-Zolder hatten freien Eintritt – verlief sicher nicht ganz so, wie es sich René Reinert vorgestellt hatte. Podiumsplätze gab es nur in der Teamwertung für das Team „REINERT Adventure“, das René zusammen mit seinem MAN-Markenkollegen Sascha Lenz bildet.

Am Freitag gab es nach den Freien Trainings einen RaceTruck Korso ins Zentrum von Zolder.

Samstags ging es dann ernsthafter zur Sache, und für René sah es auch gar nicht schlecht aus. Der 4. Startplatz in der SuperPole der Top-Ten verhieß durchaus Podiumschancen im anschließenden Rennen. Doch in einem sehr harten Rennen schoss der Ungar Norbert Kiss in einer der Schikanen mit seinem Mercedes am Reinert-MAN so vorbei, dass die „Penalty Marker“ zerborsten und durch die Luft flogen. Da konnte und wollte René nicht gegenhalten, so blieb ihm am Ende der 5. Platz.

Auf dieser Position beendete der Cottbusser schließlich für auch das zweite Samstagsrennen. Zuvor führte der MAN-Pilot erneut an 4. Position liegend rundenlang ein eng fahrendes Quartett an. Doch sein spanischer Markenkollege Antonio Albacete nutzte eine kleine Unachtsamkeit, schoss vorbei und schnappte René dann noch den 4. Platz weg. „REINERT Adventure“-Teamkollege Sascha Lenz wurde Sechster, zusammen reichte das für den 2. Platz auf dem Podium der FIA-Teamwertung.

Den Sonntag würde René sicherlich liebend gern schnellstens vergessen. Es war nicht dramatisch, aber es lief einfach auch nicht. Dabei begann es gar nicht mal schlecht – mit dem 3. Platz im Qualifying für die SuperPole der Top-Ten. Doch anschließend schien der Wurm drin, in der SuperPole selbst reichte es dann nur noch zum 8. Startplatz.

Im folgenden Rennen blieb das Feld nahezu geschlossen, wie es zuvor gestartet war, auch wenn es manchmal schon recht hart zur Sache ging. René passierte schließlich auch an 8. Position die Ziellinie.

Das wäre für das letzte Rennen des Wochenendes – infolge der umgekehrten Startaufstellung – die Pole gewesen. Kurz vor dem Start wurde dann bekannt, dass Kiss wegen seiner harten Gangart 30 Strafsekunden erhalten hatte. So rückte René um einen Platz vor, neben ihm in der ersten Startreihe lag nun der portugiesische MAN-Markenkollege José Rodrigues auf der Pole. Zudem brachten die zusätzlichen Punkte für René dem Team „REINERT Adventure“ nachträglich erneut den 2. Platz in der Teamwertung.

Die Aussichten für den Cottbusser, auch noch selbst aufs Podium einzufahren, waren im letzten Lauf nun höchst realistisch. Zwar gewann der Portugiese knapp das Startduell, doch René blieb ihm hart auf den Fersen. Gegen Ende der 3. Runde nahm Renés Pechsträhne aber ihren Fortgang. Rodrigues waren schon kleine Fehler unterlaufen, es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis René zum entscheidenden Überholmanöver ansetzen würde – da erlitt der MAN einen Dämpferschaden und war nicht mehr fahrbar. So musste sich René Reinert zum Schluss mit 18 neuen FIA-Punkten zufrieden geben.

Am 29. und 30. September beim 7. und damit vorletzten Lauf der FIA European Truckracing Championship auf dem Traditionskurs Circuit Bugatti in Le Mans bietet sich dem MAN-Piloten die nächste Möglichkeit, sein Punktekonto weiter aufzustocken.

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