Steffi Halm jetzt auf Platz 3 in der Gesamtwertung

von / Montag, 04 September 2017 / Veröffentlicht inNews

Nach der Hitzeschlacht vom Hungaroring bot der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Autodrom im tschechischen Most vor insgesamt 95.000 Zuschauern ein echtes Kontrastprogramm. Am Freitag während der Pressefahrten und der Freien Trainings regnete es noch kräftig. Die Zeiten lagen denn auch rund 20 Sekunden über den normalen Rundenzeiten. Als am späten Nachmittag die Fahrt der RaceTrucks in die City zur Autogrammstunde anstand, wurde es dann doch etwas besser.

Am Samstag war zwar alles grau in grau, aber es blieb wenigstens trocken. Für Reinert Racing und Reinert Adventure brachte das Rennwochenende in Most am Ende aber nur Sonnenschein. Zweimal schaffte die Reinert Racing-Pilotin Steffi Halm den Sprung aufs Treppchen, einmal auch ihr Reinert Adventure Teamkollege Sascha Lenz, und in der Teamwertung war Reinert Adventure gar bei allen vier Rennen auf dem Podium vertreten. In der SuperPole der TopTen fuhren Steffi und Sascha am Samstagmorgen ihre MAN-RaceTrucks auf die Startplätze fünf und acht. Im Laufe des anschließenden Rennens konnten sich beide noch einmal jeweils um einen Platz verbessern, und belegten so den vierten und 5. Rang. Für Reinert Adventure bedeutete dies den 3. Platz in der Teamwertung.

Das 2. Samstagsrennen wurde für die Reinert-Piloten das erfolgreichste des ganzen Wochenendes. Infolge der umgekehrten Startreihenfolge im zweiten Tagesrennen startete Sascha Lenz vom zweiten Platz aus, Steffi vom fünften. Polesetter Ryan Smith aus England gewann mit seinem MAN das Startduell gegen Sascha. Steffi hatte einen ganz hervorragenden Start, verbesserte sich gleich um zwei Plätze und lag nun direkt hinter ihrem Teamkollegen. Smith schien weiter an Abstand zu gewinnen, und da Sascha den Eindruck hatte, Steffi sei etwas schneller, ließ er sie ohne größere Gegenwehr passieren. Der Engländer ließ sich allerdings den ersten Platz auch von Steffi nicht mehr abjagen, doch mit dem zweiten und dritten Platz schafften die beiden Reinert Adventure-Piloten das beste Gesamtergebnis und gewannen so auch klar die Teamwertung.

Am Sonntagmorgen sah der Himmel nicht mehr ganz so grau aus, und es blieb vor allem auch weiter trocken. In der SuperPole fuhr Steffi diesmal gar auf den 4. Startplatz vor, Sascha erreichte wie schon am Vortag die 8. Position. Die Anfangsphase des folgenden Rennens wurde bestimmt von einem spektakulären Crash in der Schikane schon gleich nach dem Start. Während Steffi davon völlig unberührt blieb, fiel Sascha weit zurück.

An der Spitze hatte sich ein Quintett absetzen können, Steffi lag auf der 4. Postion, hatte aber mit dem zweifachen Europameister Norbert Kiss allerdings einen der härtesten Truckracing-Piloten hinter sich. Der Mercedes des Ungarn hing des Öfteren auch direkt an der Stoßstange ihres MAN, doch mit viel Kampfgeist und einem Vorsprung von nicht einmal einer halben Sekunde brachte sie ihren 4. Platz ins Ziel. Sascha musste sich erst langsam wieder in die Punkte kämpfen und konnte am Ende gar bis auf den 6. Rang vorfahren. Reinert Adventure war so mit dem 2. Platz ein weiteres Mal auf dem Podium vertreten.

Für das letzte Rennen des Wochenendes sah Sascha für sich noch einmal beste Podiumschancen, zumal mit dem englischen MAN-Piloten Shane Brereton jemand auf der Pole stand, der es bei der Qualifikation am Morgen nicht unter die Top-Ten geschafft hatte. Doch es kam dann ganz anders, und es wurde ein sehr seltsames Rennen, das langsamste des ganzen Wochenendes.

Sascha kebbelte sich mit dem zweifachen Europameister David Vrsecky um den 2. Platz, wurde dabei von dem tschechischen Buggyra aufs Gras gedrängt und fiel den 8. Platz zurück. Nun war es an Steffi, an Vrsecky vorbeizuziehen und die Verfolgung des schon enteilten Brereton aufzunehmen. Der Buggyra Freightliner schien jedoch immer breiter zu werden. Es war einfach kein Vorbeikommen, auch nicht für die restlichen RaceTrucks, die sich mittlerweile hinter Vreseky aufgestaut hatten. Schließlich gewann Brereton das Rennen mit großem Vorsprung, die Verfolgergruppe aus neun Trucks passierte die Ziellinie am Ende innerhalb von weniger als 4 Sekunden.

Steffi verteidigte ihren 3. Platz mit dem minimalen Vorsprung von 4 Hundertstel, Sascha fuhr knapp dahinter auf der 8. Position ein. Zum Abschluss stand aber nicht nur Steffi für Reinert Racing auf dem Podium, auch Reinert Adventure war zum vierten Mal im vierten Rennen auf dem Treppchen. In der Fahrerwertung konnte die Reinert Racing-Pilotin mit nun 209 Punkten wieder auf den 3. Platz vorrücken, in der Teamwertung festigte Reinert Adventure seinen zweiten Gesamtplatz. Der 7. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship findet in knapp zwei Wochen vom 15. bis zum 17.September auf dem Circuit Zolder in Belgien statt.

 

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